Pressebericht Trainingslager Pilsen 2006

pilsen

Trainingslager Ostern 2006 in Pilsen/Tschechien

Am Samstagmorgen, den 8.4., um 9.00 Uhr trafen wir uns alle auf dem Schwimmbadparkplatz.
Erstaunlicherweise waren wir ums viertel nach schon vollzählig und konnten die Reise mit dem gestellten Bus von Herrn Weber, einem Vater, antreten.
Nach ca. 6 Stunden schlafen, essen, Musik hören, Filme gucken, etc. kamen wir an unserer Unterkunft in Pilsen an.
Nachdem wir unsere Taschen und Koffer ausgeladen hatten mussten wir den ersten Schock verdauen, da alles sehr heruntergekommen und spartanisch wirkte.
Da wir auf Grund eines Staus leider unsere erste Trainingseinheit verpassten, nutzten wir die Zeit zum Ausräumen, Zimmer einrichten und auch für ein Fußballspiel zum Austoben.
Danach ging es dann zum Abendbrot, von dem zwar nicht alles so angetan waren, aber man konnte es essen, wie alle Mahlzeiten, die sich immer aus Beilage und Fleisch oder so ähnlich zusammensetzten.
An diesem Abend waren wir alle, vor allem aber die Kleineren, noch aufgedreht und es dauerte etwas bis alle zur Ruhe kamen. Auch noch am darauf folgenden Morgen wurden alle von alleine wach.
Vor dem ersten Training haben wir uns erst einmal mit einem Frühstück in dem Restaurant im Schwimmbad (wo wir alle Mahlzeiten eingenommen haben) gestärkt und sind dann in die Turnhalle des nebenanliegenden Sportgymnasiums gegangen, um dort die Unbeweglichkeit des ein oder anderen an Land zu testen.
In den ersten Trainingseinheiten noch recht zuversichtlich, da wir mit Massagen gelockt wurden und noch keine schmerzenden Arme hatten.
Am Montag hatten wir dann ein wenig Abwechslung: Herr Krahl, der Besitzer unserer Unterkunft, hatte für uns ein paar Unternehmungen geplant. Vor dem Mittagessen waren wir Bowlen gewesen im 15 Minuten entfernten Bowling-Center und danach bekamen wir eine kleine Stadtführung in Pilsen, in der wir die wichtigsten Gebäude und Orte mit ihrer Geschichte und Bedeutung kennenlernten.
Dienstags hatten wir am Nachmittag eine Besichtigung der Pilsner-Urquell Brauerei.
So langsam merkte man dann auch, dass die 2x2 Stunden Training pro Tag uns alle schlauchten und erste Klagen über Schmerzen in den Armen und Schultern erreichten unsere Trainerinnen, Marianne und Lisa. Diese schafften es jedoch uns trotz immer größer werdender Demotivation ins Wasser zu bekommen.
Meistens durch Bestechung mit der Rutsche und dem warmen Whirlpool!
Bei den Größeren wuchs allmählich der Ehrgeiz doppelt so viel wie die Jüngeren zu schwimmen oder zumindest die 40km zu erreichen.
Mittwoch hatten wir kein Programm und konnten so ein bisschen entspannen, da wir den gesamten Nachmittag freihatten und erst später abends wieder Training. Demnach waren wir erst um halb elf im Bett und mussten dann am Donnerstagmorgen, dem schlimmsten Tag, um 5.30Uhr schon wieder raus, da wir mit Öffnung des Schwimmbades um 6.30Uhr mit dem Training beginnen wollten.
Bis zum Essen dann um 11Uhr konnten wir in der Sauna und bei einer Massage abschalten, um dann gestärkt in die 2. Einheit des Tages bereit zu sein.
Nachmittags kamen wir dann alle dazu mal was anderes zu kaufen als Naschsachen, weil wir alle gemeinsam in die Stadt sind. Jeder hatte nun die Gelegenheit noch Geschenke für die Familie zu besorgen, Andenken an Tschechien oder einfach nur shoppen zu gehen. Abendessen hatten wir dann in einer Pizzeria, in die uns Herr Krahl eingeladen hatte.
Mit vollen Tüten und gefüllten Mägen ging es dann im Nieselregen wieder Richtung Schwimmbad. In der Unterkunft angekommen, die wir dann doch langsam gern gewonnen hatten, da ein gemütliches Chaos herrschte, fingen wir an, alles wieder in die Taschen und Koffer zu packen bzw. in ihnen Ordnung zu machen, da man sie nie wirklich ausgepackt hatte. Auch dieser Abend endete wie alle anderen auch, unter Erschöpfung vor 23Uhr schon im Bett und jeder freute sich schon wieder auf zu Hause.
Am Freitag wurde der Bus dann noch vor dem Frühstück im Regen gepackt und dann ging es auch schon zum letzten Training.
Um halb zwei, nachdem man irgendwie die Zeit zwischen Schwimmen und Essen im Bus verbracht hatte, konnten wir alle die Rückreise starten.
Auch hier wurde wieder geschlafen, gegessen, Ferngesehen, Musik gehört, gespielt etc. Alle konnten mit großem Stolz auf eine anstrengende, jedoch erfolgreiche Woche zurücksehen. Die Älteren hatten zwar nicht ganz das Doppelte von den Kleinen (25km), gaben sich jedoch mit ihren 45km zufrieden. Die Eltern, die Dank der tollen Telefonkettenliste, alle informiert worden waren, begrüßten uns alle als wir dann so um halb sechs rum wieder am Oberurseler Schwimmbadparkplatz ankamen.

Linda Werske

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